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Ausbildung
in der Zeitarbeit – ein Wirtschaftsfaktor
Die
Zeiten sind endgültig vorbei, in denen man guten Gewissens
behaupten konnte: „Zeitarbeit ist eine Branche der
Quereinsteiger – niemand hat Zeitarbeit gelernt, die
Ausgangsposition ist für alle gleich.“ Seit es den Verbänden
mit großem Engagement gelungen ist, das Berufsbild des/r
Personaldienstleistungskaufmanns/-frau im großen Spektrum der
Ausbildungsberufe zu etablieren, kann man lernen, was man
beruflich tut – und seit Fort- und Weiterbildung von der
Bundesagentur für Arbeit mit einem nennenswerten Etat gefördert
wird, sind die, mit dem eigentlichen Lehrberuf teilweise sogar
konkurrierenden Angebote, wie Pilze aus dem Boden geschossen.
Hunderte
von Firmen und Institutionen bieten in der Menge oft kaum überschaubare
Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Personaldisposition und
Personalführung an. Auslöser dieses Booms war sicher zu einem
großen Teil der ständig wachsende Bedarf an internem Personal
von Zeitarbeitsfirmen und die damit automatisch verbundene
Steigerung der qualitativen Ansprüche, bedingt auch durch die
Ausweitung der Angebotspalette eines modernen
Dienstleistungsanbieters.
Inzwischen
kann man guten Gewissens behaupten, dass die Firma, die die Förderung
ihres Nachwuchses vernachlässigt, in nicht allzu ferner Zukunft
nicht mehr den Ansprüchen des Marktes genügen wird. Firmen wie
Randstad, Adecco, Manpower oder auch Dekra, mit ihren stets
wachsenden, innovativen Angeboten für ihre Kunden, sollten als
Vorbilder für die Entwicklung einer ganzen Branche nicht außer
acht gelassen werden. Stillstand ist Rückschritt! Gerade in
einer Zeit, in der das Ringen um bestehende und zukünftige
Marktanteile eine existenzielle Situation darstellt, sind
Investitionen in Arbeitsqualität lohnende Investitionen.
Speziell, wenn eine Firma auf dem Weg ist, auch in der Zukunft
ihren Platz im umkämpften Markt der Personaldienstleistung zu
behaupten.
Personaldienstleistungskaufmann-/
frau
Ob
man nun den „Run“ auf diesen neuen Beruf als Erfolg feiern
kann, soll hier einmal nicht das Thema sein. Bei der Anzahl der
Zeitarbeitsfirmen in unserem Lande hätte man sich auch mehr
Einsteiger in diesen neuen Lehrberuf vorstellen können. Da die
Zukunftsperspektiven für junge Leute in der stetig wachsenden
Personaldienstleistungsbranche unbestritten sind, kann man
allerdings durchaus annehmen, dass die Zukunft dieses Berufes
gesichert ist. Abzuwarten bleibt lediglich, ob es der Branche
gelingt, diesen qualifizierten Nachwuchs in ihren Reihen zu
halten. Vorzustellbar ist durchaus das Abwerben und Abwandern
dieser neuen Personalexperten in andere Branchen, die schon
heute händeringend nach gut ausgebildeten Mitarbeitern für
ihre Personalabteilungen suchen.
Die
Ausbilder-Eignungsverordnung
Ein
Berufsberater der örtlich zuständigen IHK ist verantwortlich
dafür, festzustellen, ob ein Betrieb als Ausbildungsbetrieb
zuzulassen ist. Die gesetzlichen Vorgaben sind in der
Ausbilder-Eignungsverordnung formuliert, die in überarbeiteter
Fassung seit dem 1. August 2009 wieder in Kraft gesetzt ist. Bei
Kenntnis des Berufsbildungs- und Jugendarbeitsschutzgesetzes
sowie der PDK-Ausbildungsverordnung einerseits und bei der persönlichen
und fachlichen Eignung der Ausbilder, deren Vorgaben sehr
variabel gestaltet sind, ist der Weg zur Erlangung der
Zustimmung als Ausbildungsbetrieb tätig werden zu dürfen, kein
unüberwindliches Hindernis.
Bei
Interesse bekommen Sie jede Menge Infos im Internet unter der
Adresse: www.alle-achtung.info.
Für
spezielle Fragen zur Vergütung und zur PDK-Ausbildung im
Allgemeinen haben die drei großen Verbände der Zeitarbeit
spezielle Mailadressen eingerichtet.
Gerne beantwortet man hier Ihre Fragen:
pdk@bza.de
pdk@ig-zeitarbeit.de
pdk@amp-info.de
Andere
Wege der Qualifikation für „Personaler“
Spezialisierte
Anbieter
Spaziert
man durchs Internet, erstaunt das reichhaltige Angebot an
Qualifizierungsmöglichkeiten für die mit dem Umgang mit
Personal befassten Mitarbeiter eines Betriebes. Die in der
Branche Zeitarbeit spezialisierten, bekannten Seminaranbieter
bieten in ihren Seminaren durchweg alle relevanten Inhalte, die
speziell neuem Personal den Einstieg in die doch etwas andere
Materie der Personalüberlassung erleichtern. Großer Vorteil
dieser Anbieter ist die Erfahrung und die Kenntnis spezieller
Inhalte und Anforderungen, die Personaldienstleistungsanbieter
immer noch zu beachten haben und natürlich deren praktische
Umsetzung.
Institutionen
Als
Institution soll hier die IHK genannt werden. Bundesweit werden
viele tausend Kurse angeboten, die auch das Feld der mit
Personal befassten Beschäftigungen voll abdecken. Neben
Seminaren für „Personalentwickler“, die sich z.B. über
sechszehn Tage erstrecken, bietet die IHK, quasi in Konkurrenz
zum Personaldienstleistungskaufmann/ -frau, die vollwertige
Ausbildung zum „Personalfachkaufmann/ -frau“ an. Während
bei dieser Berufsbezeichnung der spezielle Bezug auf die
Zeitarbeit nur am Rande besteht, ist bei der von der IHK
angebotenen Ausbildung zum „Personaldisponenten für
Zeitarbeit“ der direkte Bezug schon im Titel erkennbar.
Alle
angebotenen Aus-, Fort- und Weiterbildungen sind natürlich öffentlich
gefördert und somit aus Steuermitteln sicher finanziert.
Andere
Anbieter
Diese
sichere Finanzierung von Fortbildung hat natürlich zur Folge,
dass das Feld der Anbieter inzwischen kaum noch zu überschauen
ist. Hunderte von sogenannten „Akademien“ konkurrieren über
Internet und andere Werbemedien um ein Stück des lukrativen
Kuchens, den es zu verteilen gibt.
An
dieser Stelle soll hier nur auf die Angebote der Firma DEKRA
verwiesen werden, die seriös und integer qualitativ hohe
Anforderungen erfüllen.
Studierte
Personaldienstleister
Während
an der FH Heidelberg der schon seit einigen Jahren durchgeführte
und vom BZA geförderte berufsbegleitende Studiengang
„Management von Arbeitsmarktintegration“ weiterhin angeboten
wird, startet in diesem Herbst an der Uni Friedberg/Gießen der
von BZA, iGZ und AMP unterstützte „Zertifikatslehrgang
Personaldienstleistung“. Berufsbegleitend werden an diesem zusätzlichen
Studienort Fachqualifikationen für Personen mit Erfahrung aus
der Personaldienstleistungsbranche vermittelt. In zehn Modulen
wird über zwölf Monate verteilt die Arbeitnehmerüberlasung
mit all ihren Inhalten vermittelt. Vorstellbar ist durchaus,
dass hier die Wiege künftiger Spitzenmanager für die
herausragenden Positionen bei den großen Firmen der Branche
etabliert wurde. Dem ehrgeizigen Projekt ist, ohne Einschränkung
Erfolg zu wünschen.
Fazit
Ein
großer Markt der Aus-, Fort- und Weiterbildung stellt der
Branche Zeitarbeit Handwerkszeug zur Verfügung, das mithilft,
die Visionen von einem vorerst ungebremsten Aufschwung in der
Zukunft auf qualitativ hohem Niveau zu bewältigen.
Natürlich
bleibt es jedem Unternehmer selbst überlassen, welchen Weg er
einschlagen will, um künftig anspruchsvolle Aufgaben in Angriff
zu nehmen. Die kurz-, mittel- und langfristige Betriebsplanung
wird neue Situationen aufzeigen und neue Situationen erfordern
neue Gedanken.
Am
künftigen Ausbildungsstand der Mitarbeiter kann bei diesem weit
gefächerten Angebot Zukunft auf jeden Fall nicht scheitern.
Bei
Fragen wenden Sie sich bitte an den Autor dieses Artikels
Klaus
Spazier
inprogress – Service für Zeitarbeit
Telefon
04941 982400
Im Internet www.inprogress.de
Mailadresse spazier@inprogress.de
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